Die Carnica-Biene gibt einer ganzen Region ihren Namen und ist einzigartig wie die Region Carnica selbst. Rosental, Kärnten, Karawanken
Montag, 26. Oktober 2009
Hornlose Rinder züchten
Landwirtschaftsstaaten das betäubungslose Enthornen praktisch aller
für die Milcherzeugung vorgesehenen Kälber heute zur praxisüblichen
Selbstverständlichkeit geworden ist. Ganz selbstverständlich werden
die Tiere den beengten Raumverhältnissen moderner Ställe angepasst,
anstatt die Ställe den Bedürfnissen der Tiere entsprechend zu
gestalten! Reinhard Geßl, Tagungsleiter vom Forschungsinstitut
für biologischen Landbau (FiBL Österreich). "Neben der Konzeption von
Ställen, die den arteigenen Bedürfnissen der Tiere gerecht werden,
muss es ein weiteres wesentliches Ziel der landwirtschaftlichen
Tierhaltung sein, schmerzhafte Eingriffe in die Integrität der Tiere
- wie die betäubungslose Enthornung - bei vorhandenen Alternativen wie hornlose Züchtung
umgehend abzustellen.
Sonntag, 4. Oktober 2009
Die Zukunft der Rinder ist hornlos
Schmerzhafte, betäubungslose Enthornung von Kälbern wäre damit
beendet.Strategien für mehr Tiergerechtheit" war das Generalthema der 16. Freilandtagung.
Auch dieses Jahr ließen ExpertInnen mit neuesten
Wissenschaftsergebnissen aufhorchen: Die schmerzhafte, betäubungslose
Enthornung der Kälber - wie sie aktuell in der Landwirtschaft
praktiziert wird - könnte schon bald der Vergangenheit angehören.
Realistische Zukunftsoption bei FREILAND-Tagung vorgestellt
Eine realistische Zukunftsoption zur Problematik der
betäubungslosen Enthornung wurde nun bei der 16. FREILAND-Tagung von
Wissenschaftern und Praktikern vorgestellt.
"Hornlosigkeit gibt es bei Rindern schon seit Jahrtausenden, wobei
einzelne Rassen überhaupt hornlos sind wie zum Beispiel Aberdeen
Angus oder Galloway. Einige Rassen zeigen einzelne hornlose Tiere -
und einige Rassen sind wiederum für ihre dominanten Hörner bekannt
wie etwa Schottische Hochlandrinder. Die klassischen Milchviehrassen
zeigen bisher nur ganz wenige reinerbig hornlose Tiere, welche
allerdings heute leistungsmäßig Defizite aufweisen. Mit modernen
Zuchtwertschätzungsmodellen wie der genomischen Selektion wird es
gelingen, innerhalb von vier Generationen, also 6 bis 10 Jahren,
homozygot genetisch hornlose Stiere mit guten Zuchtwerten zu
züchten", so der renommierte niederländische Züchtungsexperte.